Sabbatical vorzeitig beendet. Wir sind zurück.
Wir bekamen von unseren Arbeitgeber die Chance, unser Sabbatical um ein halbes Jahr einzukürzen und zum Ende des Jahres in eine Altersteilzeit zu starten.
Wie genau unsere Reise ablief, warum wir Ende Juni schon wieder zurück mussten und dann im Juli noch einmal nach Schweden aufgebrochen sind und warum wir schon wieder zurück sind, könnt ihr hier nachlesen.
Während unserer Reise haben wir wieder Erfahrungen mit den technischen Details unseres Willi gemacht. Die Liste der Verbesserungen, neudeutsch heißt das wohl "ToDo"-Liste, ist um einige wichtige Punkte angewachsen.
Aufbau:
Fahrzeug:
Wir haben bereits nach 4 Wochen Reisedauer den Entschluss gefasst, für Ines eine neue Matratze zu kaufen. Der Schlafkomfort auf der vorhandenen Matratze, eine 3fach gefaltete, leichte, nur 10 cm dicke Schaumstoffmatratze, war einfach nicht mehr gegeben.
Was lag also näher, als im IKEA-Land Schweden zu IKEA zu gehen, eine neue Matratze zu kaufen und die Alte gleich dort zu entsorgen. Nichts stand dem im Weg. In Schweden gab es keinen Lockdown, alle Geschäfte hatten ganz normal geöffnet. Die sind einfach vernünftiger!
Allerdings war die Matratze nun fast 4 cm höher als die andere. Wollten wir nun auch noch meine Matratze ablösen, so müssen wir
Während unseres Zwischenaufenthalts in Deutschland, haben wir im Juli einen Einsäulenhubtisch mit verschiebbarer Platte bestellt und auch gleich eingebaut.
Diese Tische haben die Vorgabe, dass bei Umbau zur Liegefläche, die Säule voll eingefahren werden muss um sie zu "beliegen". Das bedeutet für unsere Betthöhe den Einbau eines Zwischenbodens in der Sitzecke/Schlafbereich. Schon die Idee gefiel uns gut.
Ja, es gab in Schweden tatsächlich mehr Funklöcher als erwartet. Die Fritz!Box hatten wir ohne abgesetzte Antennen im Technikschrank im Willi verbaut. Das war an manchen Stellen egal, weil außerhalb auch nur kein Netz war, an anderen Stellen jedoch hätten abgesetzte Antennen deutlich geholfen. Das wird beim Elektrikumbau zum Jahresende mit geändert.
Das war recht schnell gemacht. Die Tankanzeigen von Votronik haben wir schon für beide Frischwassertanks verbaut. Ich hatte kurz überlegt, ob ich die nun 3. Sonde auch noch mit auf die vorhandene Anzeige aufschalte. Die Idee habe ich recht schnell verworfen, als ich mir den Leitungsweg zwischen Toilette und Anzeige ansah. Also wurde die Anzeige direkt neben der Toilette verbaut. Da kann man auch bei langweiligen Sitzungen schon mal den Füllstand kontrollieren.
Warum wollen wir an den Inverter eine 230V Außensteckdose anschließen?
Als wir auf der Suche nach LTE unsere Fritz!Box nach außen verlegten, fehlte eine 12V Kfz-Steckdose. Die vorhandene hatte nur 24V. Auch da gibt es demnächst eine bessere Lösung.
Es war noch kein Problem - aber es war auch nicht mehr schön.
Wir waren ja zum Glück in der hellen Jahreszeit in Schweden unterwegs. Wir haben die Sonne und damit die langen Tage, vom Süden Schwedens mit in den Norden genommen. Die 200 Wp auf dem Dach schafften es in der regel, die Batterien recht schnell wieder voll zu bekommen, allerdings waren diese auch recht schnell wieder leer (50%). Das war im letzten Jahr noch deutlich anders. In Estland haben wir über die gesamte Reisezeit von fast 4 Wochen nicht einmal an Landstrom anschließen müssen. Dieses Jahr war das deutlich anders.Bei Nutzung der Heizung für Warmwasser oder Raumheizung gingen die Batterien relativ schnell in die Knie. Bereits nach 4-5 Tagen war Schluss mit lustig.
Das Ziel ist der Einbau von LiFePo4 Akkus. Hierzu habe ich mich belesen und beraten lassen. Es war nur noch die Frage, wann ich das mache, da ich in dem Zusammenhang den Rest der noch nicht neu gemachten Elektrik gleich mit ertüchtigen will.
Bevor ich mich an den totalen Umbau der kompletten Elektrik wage, habe ich beschlossen, noch vor den letzten Sonnentagen in diesem Jahr, die Solarpaneele zu tauschen. Zum Eine hätten wir gern mehr Leistung, zum Anderen wollen wir auch auf dem Dach ein paar Gramm einsparen.
Ich habe mich für die SUNMAN Solar panel Flexi 310Wp der Firma GWL aus Tschechien entschieden. All das Für und Wider endet nun in einem Versuch. mal sehen was tatsächlich vom Dach kommt.
Die Teile sind leicht (knapp 5kg), nur 2 mm dick und haben die idealen Maße von 168 cm x 100 cm. Somit bekomme ich 2 Paneele nebeneinander und 2 hintereinander auf die Dachfläche. Der erste Versuch startet mit 2 Stück.
Nachdem ich die alten Elemente nebst Item Profilen vom Dach geholt hab, wurde als erstes das Kunststoffdach mittels Radierschwamm gereinigt und anschließend mit Silikonreiniger entfettet, natürlich nicht ohne vorab die Verträglichkeit auf dem Kunststoffdach zu testen.
Danach habe ich mit handelsüblichen 3M Teppichklebeband die Paneele aufgeklebt. Allein das hält schon sehr gut. Um den letzten Zweifel an der Haftung und schließlich die Unterwanderung der Paneele durch Wasser zu verhindern, habe ich umlaufend 3M Dichtband aufgeklebt.
Die Leitungsführung wurde von den alten Paneelen übernommen. Auch diese Paneele habe ich in Reihe geschaltet. Aus der MPP Spannung von 33,3V wurden somit 66,6V. Der MPP Strom von 9,31A bleibt nahezu unverändert.
Eine Parallelschaltung ist jederzeit möglich, da ich die vom MPPT Regler benötigten 29V auch dann überschreite.
Die Leerlaufspannung liegt bei etwa 40V und der Kurzschlussstrom bei etwa 9,8A, dies ist bei der Auswahl des Ladereglers zu beachten. Den alten Votronic MPPT konnte ich leider nicht weiter verwenden.
Die Leitungen, jeweils 6 mm², führen unter das Fahrzeug zu zwei Sicherungsautomaten mit jeweils 30A und von dort durch den Fahrzeugboden direkt in den Technikschrank im Aufbau. Die Automaten haben den Vorteil, dass ich den Solarregler solarseitig spannungsfrei schalten kann.
Bei der Auswahl des Solarladereglers hatte ich schon den zukünftigen Gesamtsystemaufbau im Kopf. Ich habe mich vür die Komponenten von Victron Energy entschieden. Nicht preiswert aber sehr gut und als zuverlässig bewertet. Näheres dazu dann später wenn der Systemumbau startet.
Auch bei großen Fahrzeugen ist das Thema Gewicht immer aktuell. Während unserer Schwedenreise hatten wir viel Zeit auch darüber nachzudenken. Besonders im oberen Teil des Fahrzeugs wollen wir gern etwas "Kopfgewicht" reduzieren. Hierbei sind die sehr praktischen und komfortablen Klappen der IKEA Schränke aufgefallen. Diese wiegen inklusive der Klappenscharniere etwa 4 kg. Das ist schon mal ne Nummer.
Also, mal einen Test gemacht und mit nur wenig Komforteinbuße und der immer noch erforderlichen Stabilität mal schnell 3,5 kg eingespart.
Die linke Klappe ist nun aus 6mm Pappelsperrholz und mit Klavierband oben befestigt. Als Verschluss dient eine magnetische Kindersicherung. Diese haben wir als Sicherung bereits in Schweden an den Schubkästen unten verbaut.
Nach erfolgtem Härtetest werden alle 10 Klappen umgebaut und natürlich wieder weiß lackiert. Winterbaustelle!