Vom Gerätewagen der Schweizer Feuerwehr zum Expeditionsmobil "Willi"

2019 - 2. Quartal

26.04.2019 Was ist eigentlich aus dem Dieselschnupfen geworden?

Nach gut 4 Wochen Werkelei und Warterei heute wieder ein Lebenszeichen von uns - leider nicht vom Willi. Der ist jetzt wieder krank!

Folgendes hat sich zugtragen:

Nachdem auch in den letzten Wochen des 1. Quartals 2019 immer wieder plötzliche Leistungsverluste auftraten und auch ein nochmaliges Einstellen aller Ventile keine Reduzierung des Dieselverbrauchs, der bis dahin bei 24 - 27 Liter auf 100 km lag, brachte, haben wir uns entschlossen eine DEUTZ-Fachwerkstatt im Raum Leipzig zu suchen. Diese haben wir in der Firma Frank & Sohn Fahrzeugteile / Fahrzeugbau in Markranstädt bei Leipzig gefunden. Dort hatte ich schon meine benötigten Dichtungen aller Art für den Motor bezogen. Eine gute Adresse, was ich auch heute noch glaube.

Am 1. April, leider kein Scherz, haben wir unseren Willi in die guten Hände des Werkstattmeisters übergeben.

Wir erinnern uns kurz....

  • 24-27 l/100km
  • unerklärbarer sporadischer Leistungsverlust
  • leichtes Rauchen aus der Kurbelgehäuseentlüftung

Mein Verdacht ging in Richtung Kompressionsringe, Zylinder oder Einspritzdüsen etc.

In der Werkstatt wurden zuerst die Düsen gemessen und alle Zylinder mittels Kamera "befahren". Die Zylinder sahen aus wie neu und die Düsen sind "gerade noch i.O.". Das leichte Rauchen aus dem Kurbelgehäuse somit auch in Ordnung. Der Verdacht des Werkstattmeisters erhärtete sich in Richtung Einspritzpumpe, Spritzversteller. Nach einigen Telefonaten zur Abwägung eines Für und Wider, haben wir uns entschlossen kein Risiko oder "geht vielleicht" zu akzeptieren und um Austausch der Einspritzdüsen und Prüfung der ESP auf dem Pumpenprüfstand beim BOSCH Dienst zu bitten. Die Prüfung bei der bereits bekannten Firma Metzger ergab deutliche Abweichungen und einen hohen Verschleiß der Pumpenbauteile, Ventilführungen und Abnutzungen im Spritzversteller. Die Pumpe wurde zur Generalüberholung beim Metzger in Auftrag gegeben, auch wenn mich der Kostenvoranschlag kurz schwindlig werden ließ. Dies war am 12. April abgeschlossen und somit die Osterausfahrt etwas näher gerückt. Außer dem Gehäuse war die ESP generalüberholt und alle Verschleißteile neu. Am 15. April am späten Nachmittag wurde uns der Einbau und die Fertigstellung des Fahrzeuges zugesichert.

Leider war dem nicht so, da auf Grund von Krankheit erfahrener Kollegen und dem Phänomen "...Alte Fahrzeuge und junge Mechaniker passen nicht immer zusammen..." leider der Spritzbeginn falsch eingestellt wurde. Die auf der ESP eingeschlagenen Markierungen stimmten penibel mit denen auf der Motoseite überein, leider wurden die für den 4 Zylindermotor verwendet. Diese waren auch an der ESP gefunden...

Am 16. April holte man sich den BOSCH Dienst nochmal dazu. Alle Anbauteile wurden wieder abgebaut, die ESP nochmal auf dem Prüfstand kontrolliert und alles wieder zusammengebaut. Kein Erfolg! Das Fahrzeug springt nicht an.

Die Osterausfahrt wurde dann mit dem Audi gemacht und beschränkte sich auf 2 Tage.

Erst als am 23. April ein erfahrener Kollege aus Chemnitz hinzugeholt wurde, stellte man den völlig falschen Spritzbeginn fest! Also nochmal alles abbauen. Jetzt wurde auch die etwas unscheinbare richtige Markierung für den 6 Zylindermotor gefunden und eingestellt.

Heute früh nun sollte nach erfolgter Probefahrt, Motorreinigung und Begleichung einer angemessenen Rechnung (alle selbstverschuldeten Stunden und Aufwände wurden natürlich nicht berechnet - das waren ca 7 Arbeitstage!), unser Willi endlich wieder unser Willi werden. Wurde auch Zeit. Nach mehreren verschobenen Urlaubstagen, Ausfahrten und einfach nur Stress mit Telefonaten etc...

Pünktlich 8:00 Uhr konnten wir den Willi besteigen, starten und losfahren.

Leider ging es nur geradeaus!! Schon beim ersten Lenkeinschlag vor der Fahrzeughalle war klar, die Lenkhilfe hilft nicht beim Lenken. Wieder rein in die Werkstatt und nachgefragt. Jetzt kam wieder das Phänomen "...Alte Fahrzeuge und junge Monteure passen nicht immer zusammen..." zum tragen. ---- Hilflosigkeit ----.

Leider war zu dem Zeitpunkt kein "alter Hase" im Dienst. Ich habe den Vorratsbehälter für das Hydrauliköl geöffnet und nur noch eine Pfütze Öl vorgefunden. Wo war die Brühe denn abgeblieben?? Mir schwante Schlimmes.

Vielleicht war die Hydraulikanlage ja auch auseinandergebaut? Das Öl vergessen aufzufüllen? Ein Leck? Leider konnte keiner der anwesenden Monteure tatsächlich etwas zur Beantwortung beitragen. Es wurde Öl aufgefüllt und probiert. Öl weg. In dem Moment war es für mich klar. Es kostete nur etwas Überzeugung die jungen Männer zum Abbau der Zahnradpumpe zu animieren. Nach 10 Minuten hatte ich die Pumpe in der Hand. Eine Hälfte der Pumpenwelle steckte in der Pumpe hinter dem Simmerring, die andere mit dem Antriebszahnrad steckte im Motor.

Bittere Gewissheit: Die Pumpenwelle ist hin. Inzwischen war es 9:30 Uhr, ich musste auch langsam mal wieder auf Arbeit und der Werkstattmeister kam auch gerade erst dazu. Ich war sauer!

 

Wie konnte sowas passieren? Viel wichtiger war noch die Antwort auf die Frage: Wie nun weiter?

Der Rest der Welle wurde aus dem Motorgehäuse gebaut und der Zahnkranz penibel untersucht. Augenscheinlich hatte kein Zahn Schaden genommen. Das Zahnrad der Pumpe war nach Abriss der Welle nach vorn vor das eingreifende Antriebsrad gerutscht, hatte sich dort noch des restlichen Schwungs entledigt und war einfach liegen geblieben. Das war das wirklich kleine Glück bei der ganzen großen Odyssee!

Der Werkstattmeister versuchte in der Zwischenzeit Ersatzteile zu beschaffen. Ich gab ihm den Tip beim IVECO Gruber Nutzfahrzeuge nachzufragen, nachdem alle seine Kontakte sich in den Urlaub abgemeldet hatten.

GRUNU hatte auch nichts, konnte aber wenigstens im System die einzig lieferbare Pumpe dieser Art finden und den Kontakt zum Händler mitteilen. Autohaus Heinrich Senden in Geilenkirchen. Den habe ich angerufen, einen annehmbaren Preis mit ihm verhandelt und die Pumpe per Overnight-Express bestellt. Lieferadresse Frank Fahrzeugteile, wo der Willi immer noch stand. Kulant, ohne Sicherheit tatsächlich Geld von einem unbekannten Sachsen zu bekommen, wurde eingewilligt, das Teil auf Grundlage der per Mail übermittelten Überweisungsquittung zu versenden.

Die Firma Frank hatte mir einen Mitarbeiter für morgen zugesichert, welcher sich um den Einbau der Pumpe kümmern sollte. Ziel: Morgen Nachmittag (27.4.2019) alles fahrbereit und am 30.4. ab in den Urlaub.

….Ich glaub noch nicht dran.

Ein lieber Freund aus unserer Magirus WA-Gruppe hatte mir heute die Frage nach der Ursache für den Wellenbruch gestellt. Die hab ich mir sofort nach Ausbau der Pumpe auch gestellt - im Übrigen hab ich die auch dem Werkstattmeister gestellt.

Die Werkstatt tippte - völlig logisch aus deren Sicht - auf Materialermüdung, Alterungsverschleiß....  Es sei noch einmal bemerkt, dass der Motor erst 35Tkm gelaufen ist und das Material augenscheinlich sehr gut aussah. Allerdings hatte die ESP ja auch deutlichen Verschleiß gezeigt. Erst nachdem ich mehrfach betonte, dass es mir weder um Schuldzuweisungen, Kostenübernahmen und sonstigen Streit, sondern lediglich darum geht, dass die einzig verfügbare neue Pumpe ja bei unklarem Ursachenbild ebenso in Gefahr ist, haben wir uns sachlich damit befasst.

Das Zahnrad der Pumpe weist an einem Zahn eine deutliche Kerbe auf. Nicht an der krafteinleitenden Flanke sondern oben auf dem Steg, wo sonst nichts ist. Dieses Zeichen deute ich auf einen Fremdkörper, der entweder durch die mehrfache Montage-Demontage der vorderen Motorteile oder bei einer vergangenen Reparatur eingebracht wurde. Es könnte eine Unterlegscheibe sein. Wenn man jetzt bedenkt, dass die Pumpenwelle nur in der Pumpe straff gelagert ist, kann man schon zum Schluss kommen, dass die Welle durch diesen Fremdkörper und dem damit verbundenen Krafteintrag in Querrichtung gebrochen ist. Für mich sah es aus wie die Marke einer Unterlegscheibe. Der Werkstattmeister ist dieser Ursachenforschung gefolgt, hat aber jegliche Verbindung zur vorangegangenen Reparatur ausgeschlossen.  

Und genau aus dem Grund, dass die tatsächliche Ursache nur eine Vermutung ist, wurde die Pumpe auch durch die Firma Frank eingebaut. Ich hatte kurz überlegt den Willi mitzunehmen und das morgen in meiner Werkstatt selbst zu tun. Wenn dann allerdings die Pumpenwelle, aus welchen Grund auch immer, wieder bricht, hab ich den Zonk und nicht die Firma.

Die Kollegen haben inzwischen das, durch das Hydrauliköl verdünnte, Motorenöl gewechselt und nach eigener Aussage leider keinen Fremdkörper gefunden. Das Gegenteil hätte mich beruhigt.

Ich bin echt gespannt, ob die neue Pumpe morgen eintrifft. Bei unserem derzeitigen Glück könnte sie auf dem Transportweg abhanden kommen, der Lieferant verunfallen, die falsche Filiale angeliefert werden, …….    Bezahlt ist sie jedenfalls schon mal.

Ich melde mich spätestens am 28. April wieder.

27.04.2019 Es kam wie es kommen musste....

es kam nichts, auch keine Hydraulikpumpe.

Bis 16:30 Uhr hat der Monteur in der Werkstatt auf eine eventuelle UPS-overnight-Expresslieferung gewartet. Mal sehen wieviel Nächte noch vergehen.

Dafür läuft der Gerhard wieder rund. Heute Zylinderkopf (nach Zündkerzen - Reparaturbuchsen Einbau) wieder drauf gebaut und Probe gefahren.

Läuft!

29.04.2019 Der Willi ist fertig

An diesem Montag, 2 Tage vor Kurzurlaubsstart, konnten wir den Willi in Markranstädt abholen. Bevor ich ihn übernommen habe, wurde noch eine intensive Kontrolle durchgeführt. Zum Glück! An der Keilriemenscheibe schliff das Kabel, welches die Andruckrolle überwacht. Nach nur wenigen Kilometern wäre dies durchgeschliffen.

Ich hatte den Eindruck, dass das Gaspedal etwas "schwammig" geht, dies verlor sich aber nach ein paar Minuten Fahrt. Auf der Rückfahrt zur Garage verlief alles Bestens - dennoch war uns in der Werkstatt zu viel "komisch" gelaufen. Ein ungutes Gefühl bleibt.

Fragen über Fragen:
Warum ist die Pumpe kaputt gegangen?
Was hat dort mechanisch nicht gepasst?
Hängt es mit der Reparatur und den Einstellungen zum Spritzbeginn zusammen?

Schließlich war der Motor mehrmals an der Front demontiert worden.

Keine Ahnung - aber unheimliche Wissbegier diesen Fall zu lösen!

 

30.04.2019 Kurzurlaub Altmark-Elbland

Endlich sollte es soweit sein. Am 30.04. gegen 16:00 Uhr sind wir Richtung Brandenburg aufgebrochen um uns mit unseren Kindern zu treffen. Wir sind super dort angekommen und haben einen ruhigen Stellplatz am "Wassersportzentrum Alte Feuerwache" gefunden. Direkt an der Havel.

Der Willi wurde einer Kurzkontrolle unterzogen. Vor allem wollte ich mal nach dem Öl sehen.

  • Auf dem linken Kotflügel hinter dem Fahrerhaus waren unerklärbare Ölspritzer
  • Anstelle des bisher verwendeten 15W40 hat die Werkstatt jetzt 10W40 aufgefüllt. Warum auch immer
  • Der Ölmessstab war stark verbogen und mechanisch beschädigt

Der Ölmessstab, welcher 36 Jahre schnurgerade in seiner Messstelle steckte, war jetzt stark verbogen und hatte 8 (!) Kerben, welche es zuvor nicht gab.

Die Kerben hatten in etwa den Winkel einer Schrägverzahnung.

Nachdem wir den 1. und 2. Mai in Brandenburg verbrachten, sind wir am 3. Mai zum Arendsee aufgebrochen, um dort ein paar Tage Urlaub zu machen. Unter anderem wollten wir das "Grüne Band" bewandern und mit den Rädern mal um den See. Bereits auf der Anreise hatte ich das Gefühl, dass wieder etwas nicht stimmte.

Natürlich sollte auch Willi wieder einige Zuwendung erhalten und ich kippte mal das Fahrerhaus, um mir einen Überblick zu verschaffen. Leider musste ich noch einige Auswirkungen der letzten Reparatur feststellen.

Zylinder 1 ist ölfeucht an der Einspritzdüse und der Leckölleitung, Diesel spritzt an die Aufbauwand und läuft unter das Luftleitblech. Von dort wird er bei laufendem Motor nach links durch die Kühlrippen des Zylinders 1 auf den linken Kotflügel verteilt. Das war dann schon mal geklärt. Bleibt nur noch die Frage, wo das Leck ist.

Beim Einbau der ESP wurde die Leckölleitung beim Anziehen mechanisch unter Druck gesetzt. Diese schleift an der Einspritzleitung von Zylinder 6. Durch Vibration wären beide Leitungen nach wenigen weiteren Kilometern durchgescheuert.

Nach ca. 400 km Fahrt seit Reparatur in der Deutz-Werkstatt trat der Leistungsverlust, wenn auch deutlich weniger als bekannt, wieder auf. 

Das ganze System wurde erneut entlüftet und die nässende Einspritzdüse kontrolliert.

Die vor der Motorreparatur neu verbaute Kraftstoffförderpumpe hat einen mechanischen Schaden, welcher beim An- oder Abbau im Zusammenhang mit der ESP-Reparatur durch einen Maulschlüssel entstanden ist. Der Dichtungssitz zwischen Deckel und Pumpenkörper wurde eingedrückt. Hier links zu sehen.

Zwischen CU-Dichtring (Wärmeschutzring) und Dichtsitz im Zylinder befanden sich Farbpartikel, die in den Dichtring eingepresst waren und ein sicheres Abdichten verhinderte. Die 8mm CU-Dichtringe am Anschluss der Einspritzdüse waren beschädigt und augenscheinlich nicht neu.

Am Öleinfüllstutzen, rechts am Motor, sind mehrere mechanische Beschädigungen, Kratzer und Stoßbeschädigungen durch hartes, spitzes Material zu sehen

Alles in Allem sieht das nicht schön aus.

Noch unterwegs habe ich die Dieselleitungen gerichtet, einen neue Pumpendichtung für die Förderpumpe eingebaut (zum Glück dichtet die auch den verbogenen Rand), die Einspritzdüse aus- und wieder eingebaut, den dicken Dichtring gesäubert, die 8mm CU-Ringe ersetzt, wieder entlüftet...

Die Ursache für den Leistungsverlust konnte ich schließlich auf eine Undichtigkeit am Anschluss des Schnapsglasfilters (90° Krümmer an der Ansaugseite hatte einen Haarriss, obwohl auch diese Bauteile alle neu und vom Fachhandel waren) zurückführen. Nach erneutem Wechsel des Ansaugschlauches bis zum Tank und Entfall des Krümmers trat der Fehler nicht mehr auf. (Kosten: 25€ !)

14.05.2019 Handgasschraube eingebaut

Mit einer kompletten Mittelkonsole (Handbremsventil, 2 x Sperrenventile, Gelände-Straße-Ventil, Blech und Plastikabdeckung) habe ich eine etwas in Mitleidenschaft gezogene Handgasschraube in der kleinen Bucht geschossen. Glücksfall.

Das Teil habe ich probeweise eingebaut und werde es die nächsten Fahrten testen. Erst dann wird der Hebel im Fußraum links zurück gebaut. 

28.05.2019 Hydraulikpumpe - Ursachenforschung

Bereits durch das Fehlerbild der mechanischen Beschädigung am Pumpenritzel war mir klar, dass ein Fremdkörper zum Bruch der Welle geführt hat. Allerdings wollte ich jegliche Zweifel ausschließen und habe die Pumpe demontiert.

Da ich auf der letzten Reise festgestellt hatte, dass das Handbremsventil wieder ein bisschen Luft ließ, habe ich es noch einmal demontiert und wieder zusammengebaut.

Ursache für den Luftverlust war ein Montagefehler meinerseits. Ich hatte den "Ventilteller" (?, siehe Bild) verdreht eingesetzt. Dadurch war der Betätigungsweg für das Ventil zu kurz und das Ventil nicht in Endstellung. Bei diesem Zusammenbau habe ich mir die Explosionszeichnung vom Rep-Satz hergenommen. 

Super! Alles dicht!

28.05.2019 Neher Insektenschutz eingebaut

Schon sehr lange tragen wir uns mit dem Gedanken einen ordentlichen Insektenschutz an der Eingangstür anzubringen. Alles bisher ausprobierte genügte in keinster Weise unseren Ansprüchen. Entweder benötigt man immer beide Hände zum Schließen der Magnet oder die Verschlüsse waren nicht dicht und das Gesumsel konnte problemlos eindringen oder der Wind hat den Insektenvorhang einfach aufgedrückt.

 

Im September letzten Jahres waren wir zur "Langen Nacht der Zugvögel" in Altjeßnitz bei Bitterfeld. Wir sind dorthin gefahren, weil es eins der wenigen Treffen in Ostdeutschland ist. Kurz nachdem wir unseren Status bei WA eingestellt hatten, kam die Anfrage eines Mitgliedes unserer Magirus-WA-Gruppe "wo seid ihr?".

"In Altjeßnitz". "Wir auch. Wo steht ihr"...…

Peter und Rosi waren mit ihrem Fahrzeug auch auf dem Platz. Schnell hatten wir uns gefunden und gegenseitig die Fahrzeuge beäugt. Wir kannten uns bis dahin nur über die Gruppe.

Bei den beiden im Wagen haben wir das erste Mal einen perfekten Insektenschutz, nämlich den der Firma Neher, gesehen. Eine Plisseetür, welche kaum aufträgt und perfekt mit einer Hand bedienbar ist. Egal ob oben, unten oder in der Mitte, das Plisse lief ohne zu hakeln federleicht. Dafür ist es auch nicht ganz billig.

Wir haben uns etwas schwer getan die Bestellung auszulösen, taten es jedoch zum Glück nun Anfang Mai. Heute kam das Paket.

3 Stunden später war die 800 x 2980 mm große Tür funktionsfähig eingebaut und ausprobiert. Dies ging problemlos anhand des Videos dazu.

Super Sache! Danke Peter!

02.06.2019 Man muss auch mal über sich selber lachen können

Zu Himmelfahrt sind wir 2 Tage ins Grüne gefahren. Beim Losfahren hat die Feststellbremse nicht gelöst. Naja, vielleicht etwas angebacken. Vorsichtig geruckelt... Nichts. Erst nach 4 mal Handbremse Auf-Zu musste ich über mich selber lachen.

Ich habe das Oberteil des Handbremsventils um 180° verdreht zusammengebaut. Lösen war jetzt ziehen und ziehen war lösen.

Die 2 Tage waren etwas gewöhnungsbedürftig.

Am Freitagnachmittag habe ich das Ventil dann das 3. Mal auseinander- und wieder zusammengebaut. Mal sehen was als nächstes kommt.

04.06.2019 Feuerschale umgebaut

Zur Himmelfahrt haben wir unsere Feuerschale das erste Mal unter Feldbedingungen angeheizt - tolle Sache.

Die Feuerschale gehört eigentlich zu einem großen Dreibein-Grill. Das Dreibein ist unter dem Koffer verstaut, wiegt 5 kg und wird eigentlich nur dazu benötigt Feuerschale und dazugehöriges Grillrost zu tragen. Natürlich kann man auch einen großen Kessel dranhängen und dicke Suppe kochen. Das tun wir aber, wenn überhaupt, direkt im Feuer.

Somit entstand die Idee Balast abzuwerfen und die Aufnahme für das Dreibein wieder seiner eigentlichen Bestimmung, nämlich zum sicheren Transport der Angelruten, zuzuführen.

Die Feuerschale erhielt oben und unten drei M8 Langmuttern. Unten werden bei Benutzung M8 x 140 Schlossschrauben eingedreht. Damit erreichen wir den notwendigen Bodenabstand um Brandflecke oder andere Schäden durch die Wärmestrahlung zu verhindern. Oben, also in der Feuerschale werden M8 x 140 Edelstahlschrauben mit aufgedrehten Muttern und U-Scheiben eingeschraubt. Auf die U-Scheiben kann nun stabil und rutschsicher das Grillrost aufgelegt werden. Je nach Grillgut lässt sich das Rost mit den Muttern entsprechen in der Höhe verstellen.

Die Feuerschale findet Platz unter der Windrose am Ersatzreifen.

08.06.2019 Heute nicht so viel gemacht - Pfingstsamstag

Heute den Mückenschutz am Badfenster fertiggestellt. Dieser wird mittels Magnetstreifen aus dem alten Türvorhang vor das Fenster gepappt.

Die viel wichtigere Sache war heute allerdings die Klappe der rechten Sitzbank im Aufbau. Durch den Einbau von Schalter für das "Gemütlich-Licht" und der 12V- und USB-Steckdose ging die Klappe nur noch ca 60° auf. In dieser Stellung hielt sie natürlich nicht und es war beschwerlich, wenn man am rechten Wassertank oder dem Staufach darüber zu tun hatte.

Nach einem kleinen Schnitt mit der Stichsäge sah es dann so aus. Natürlich musste die Klappe erst aus- und dann wieder eingebaut werden.