Der Tag begann nach gutem Frühstück mit einer Themenstadtführung an der Touriinfo.

Wir hatten zum Glück vorgebucht- es war alles ausverkauft.
Unser Stadtführer, Fitz Frost, war Aufnahmeleiter in Babelsberg und hat somit an vielen bekannten Produktionen der DEFA mitgewirkt.
Ein sehr charmanter und humorvoller Anführer einer sehr gemischten Gruppe. Die Tour hieß "Potsdamer Hinterhöfe" und ging auch direkt durch diese.



Nach mehreren Stunden und viel Informationen verabschiedete sich Herr Frost im Holländischen Viertel von der Gruppe. Wir hatten etwas Hunger und steuerten das Käsekuchen-Cafe an. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die Spezialitäten des Hauses vor dem Haus im Freisitz.
Eigentlich stand noch der Park Sanssouci auf dem Plan. Da wir uns aber heute unbedingt mit Elke und Bernd treffen wollten, blieben wir noch ein bisschen in der Sonne sitzen und starteten dann die eigene Fortsetzung der Stadtbesichtigung.
Wir bewegten uns in Richtung Basin und weiter am Klinikum vorbei zur Freundschaftsinsel. Auf dem Weg dahin kamen wir an das am Tag zuvor schon gesehene wundersame Bauwerk der Heilig-Geist-Residenz. Es entpuppte sich als Seniorenresidenz mit Aussichtsturm und Turmcafe.
Für ein paar Münzen Eurogeld erhielten wir Zutritt zum Fahrstuhl und konnten nach weiterem Treppenaufstieg einen wundervollen Blick über Potsdam erhaschen.
Wir trafen uns am Basin und hatten mit den beiden wieder perfekten Stadtführer an der Seite. Bernd kannte so ziemlich jedes Detail seiner Wahlheimatstadt. Auf einem kurzweiligen Rundgang erfuhren wir noch vielmehr über Potsdam und seine imposanten Bauwerke und Gärten.


Die Route könnt ihr hier sehen. Nach der Stadtführung, der eigenen Stadtbesichtigung dann das dritte aktive Highlight des Tages.
An der Hafel angekommen warteten wir kurz auf das Wassertaxi, welches uns über den Tiefen See und den Jungfernsee bis zur Meierei bringen sollte. Dort war dann lecker Bier und Abendessen geplant. An der Meierei angekommen stand allerdings erst noch der Aufstieg zum Pfingstberg mit der Besichtigung des Belvedere und ein kleiner Abstecher zu Bierchen, Sektchen und Zigarillo im Schrebergarten bei unseren Freunden auf dem Programmzettel.

Wir streiften bei unserem Weg auf den Pfingstberg die ehemalige "verbotene Stadt" von Potsdam. ein Ort, der uns völlig unbekannt war - zu DDR-Zeiten vollständig abgeriegelt und abgeschottet. Hier war der russische Geheimdienst (KGB) stationiert. Wer hierher verschleppt wurde ging geradewegs nach Russland, egal welcher Nationalität er entstammte. Das konnten wir den Tafeln an der Straße entnehmen.Ein beklmmender Ort! Dagegen lag dann das Belvedere im herrlichen Sonnenlicht und bot wiederum einen grandiosen Ausblick über Stadt, Land, Havel und Seen.





Auf der anderen Seite des Pfingstberges ging es dann mit kurzem Zwischenstopp imGarten wieder hinunter in die Meierei.

Lecker Essen, große Bierchen und danach zurück in Richtung Stadt.
Wir liefen durch den neuen Garten am Schloss Cecilienhof vorbei entlang dem Ufer des Heigen See´s. Die Häuser der Schönen und reichen am anderen Ufer waren in der Abenddämmerung schwach beleuchtet.

Auf der Allee vor dem Neuen Garten war es Zeit für die Verabschiedung. Zum Glück ist den Beiden noch eine uriges Lokal, das Pot Still, in der Nähe eingefallen, in dem wir noch einen Whisky als Absacker schlurfen konnten.
