Immer eine Reise wert! Eine wunderschöne Städtetour!

Freitag 1.5.

Rund um den Templiner und den Schwielow See

Nach einem ausgiebigen und sehr gutem Frühstück starteten wir unsere Erkundungstour um die Seen vor Potsdam.

 

Route 3.005.332 - powered by www.bikemap.net

 

Bei anfangs bewölktem und nicht so warmen Wetter fuhren wir aus der Jägervorstadt zu Neustädter Havelbucht. Dort überraschte uns ein Moscheeartiges Bauwerk.

Es handelte sich dabei um das Dampfmaschinenhaus, welches ursprünglich den Park Sanssouci mit Wasser aus de Neustädter Bucht versorgte.

Die "Moschee" von Potsdam

Das Dampfmaschinenhaus an der Neustädter Havelbucht ist das zugleich reizvollste und fremdartigste Bauwerk in Potsdam. Friedrich Wilhelm IV., der „Romantiker auf dem Thron“, ließ es „nach Art der türkischen Moscheen mit einem Minarett als Schornstein“ in den Jahren 1841–43 von Ludwig Persius errichten. Das damals noch vom Schloss Sanssouci aus sichtbare Gebäude setzte einen malerischen architektonischen Akzent in die Potsdamer Kulturlandschft.

Im Oktober 1842 ging die 81,4 PS starke Dampfmaschine in der „Moschee“ erstmalig in Betrieb und ließ den Wasserstrahl der großen Fontäne vor Schloss Sanssouci auf imposante 38 Meter steigen. Mit dieser damals in Preußen stärksten Maschine, gebaut vom noch jungen Unternehmer August Borsig, wollte sich König Friedrich Wilhelm IV. gegenüber der technischen Vormachtstellung Englands behaupten.

Auch wenn heute die Wasserversorgung der Fontänen im Park Sanssouci mittels moderner Elektropumpen erfolgt, kann man beim Besuch der „Moschee“ das technische Wunderwerk von einst noch in Betrieb erleben – ein Faszinosum für Jung und Alt.

Quelle: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Nach kurzem Staunen radelten wir weiter Richtung Südwest, immer an der Havel entlang.

In Petzow erreichten wir bei mittlerweile sonnigem Wetter "Die Welt des Sanddorns" mit Restaurant, Naturkostladen und Fruchterlebnisgarten. Nach ein, zwei Gläschen Sanddornwein ging es ganz entspannt weiter in Richtung Ferch.

Zuerst aber kamen wir an einer alten Schlosskirche und dem Schloss Petzow vorbei.

Wir folgten dem Weg durch den Lennè Park.

Das Wetter wurde immer Schöner und die Strecke faszinierte uns. Leider habe ich vor lauter Begeisterung vergessen weitere Bilder zu machen.

Somit sind wir spurlos durch Ferch, immer am See entlang bis Caputh.

Dort fuhren wir unerlaubter Weise auf die Seepromenade, wo auf Grund des Feiertags und des tollen Wetters ganz schön Betrieb war. Wir schoben die Räder bis zu einer "Gaststätte", die Maischolle angepriesen hatte. Es war das Ringhotel Haveltreff, welches mit einem hervorragendem Freisitz aufwartete.

Eine total nette männliche Bedienung überraschte uns mit einer selten zuvor wahrgenommenen Freundlichkeit. Die offerierte Maischolle war ein absoluter Leckerbissen.

Nach der Stärkung besichtigten wir den Schlosspark nebst Schloss und fuhren dann weiter auf dem Radweg neben der Straße.

Entlang der Templiner Straße gab es nichts Aufregendes zu sehen. Der Radweg war gut asphaltiert und es fuhr sich prima. Wir passierten die Braumanufaktur am Forsthaus Templin und das Waldbad Templin. Danach erreichten wir an eine Eisenbahnbrücke. Warum auch immer, kam Ines hier auf die Idee der Radweg gehe links ab. Das Schild am Weg war tatsächlich etwas verdreht, allerdings war diese Richtung nicht schlüssig. Egal, Ines hat Recht - links ab. Ein paar tolle Brandenburger machten noch ein paar noch tollere Brandenburger Sprüche und waren auf Grund ihres Alkoholkonsums nur schwer von der Mitte des Weges zu bewegen.

Jetzt fuhren wir auf einem breiten Waldweg entlang des Bahndamms in Richtung Nordwest. Nach ca. 1,5 km kamen wir unter der Eisenbahnbrücke am  Templiner See an, fuhren unter ihr durch und auf der anderen Seite zurück. Lustig! Der Weg wurde immer schmaler und ging in einen Pfad über. Nach weiteren 1,5 km kamen wir wieder an der Templiner Straße an - genau 80m nachdem wir sie verlassen hatten.

Immer entlang zwischen Straße und See erreichten wir die Templiner Vorstadt und schließlich die Kreuzung am Potsdamer Brauhausberg. Dort nahmen wir erst mal wieder die falsche Richtung (Babelsberg), was uns aber nach wenigen Metern auffiel. Zurück, über die Brücke und rein in den Nuthe-Park. Hier war wieder Radlerfrieden. Kaum Menschen, schöne Wege, entlang der Neue-Fahrt. Gegenüber die Freundschaftsinsel.

Weiter hinten entdeckten wir ein eigenartiges Gebäude, welches sich am nächsten Tag als die Heilig-Geist-Residenz zu erkennen gab.

Immer weiter auf der Havelstraße unterquerten wir die große Nuthebrücke und folgten der Havel bis zum Tiefen See. Den Potsdamer Seesportclub mussten wir umfahren (Einfahrt nur für Mitglieder) und wählten den etwas größeren Bogen durch den Babelsberger Park. Eine ruhige und weitläufige Grünanlage mit kleinem Schlösschen und natürlich dem großen Schloss Babelsberg. Kaum zu glauben, dass hier bis 1989 Passieren verboten war. Den Flatowturm und die Gerichtslaube ließen wir wie das Kleine Schloss rechts liegen und fuhren um den "Schlossberg" von Schloss Babelsberg entlang dem Teltowkanal zur Waldmüllerstraße. Das Lokal Bürgershof nebst Freisitz war brechend voll und das Wetter noch besser als zuvor. Jetzt ging es entlang der Berlin-Brandenburger Grenze in Richtung Schloss Glienicke.